2x1 gruen ausbildung

Inhalte und Ablauf

Die Durchführung der Altenpflegeausbildung in Thüringen basiert auf einem Rahmenlehrplan. Dieser regelt, dass sich die Ausbildung in Thüringen in theoretischen und fachpraktischen Unterricht in einer Altenpflegeschule, sowie in Praxisphasen in einer stationären Pflegeeinrichtung oder in einem ambulanten Pflegedienst aufteilt. Die schulische und praktische Ausbildung sind eng miteinander verzahnt, so dass du abwechselnd entweder im Blockunterricht von mehreren Wochen in der Altenpflegeschule oder in der Praxis bei deinem Träger ausgebildet wirst.

Auf Grundlage des Rahmenlehrplans werden die Unterrichtsinhalte über Lernfelder in insgesamt vier Lernbereichen vermittelt.

Sie umfassen beispielsweise:

  • Pflege alter Menschen planen, dokumentieren und evaluieren
  • alte Menschen personen- und situationsbezogen pflegen
  • anleiten, beraten und Gespräche führen
  • bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken
  • alte Menschen bei der Wohnraum und Wohnumfeldgestaltung unterstützen
  • alte Menschen bei der Tagesstrukturierung und bei selbstorganisierten Aktivitäten unterstützen.

Bewährte und moderne Unterrichtsmethoden in der Altenpflegeausbildung sind zum Beispiel:

  • Lernen durch Selbsterfahrung
  • Demonstration von komplexen Handlungen
  • Selbstorganisiertes Lernen
  • Mind-Mapping
  • Gruppenarbeit und Rollenspiel
  • Projektarbeit
  • theoretische Wissensvermittlung.

Zur Ausbildung in der Altenpflegeschule gehört neben dem theoretischen auch praktischer Unterricht, um dir alle Kenntnisse, Fähig- und Fertigkeiten zu vermitteln, die du für die selbstständige und eigenverantwortliche Pflege, Betreuung und Beratung von älteren und hilfebedürftigen Menschen benötigst. Um die im Unterricht vermittelten Kenntnisse umzusetzen und zu vertiefen, aber auch um dich auf den späteren Berufsalltag vorzubereiten, überwiegen in der Altenpflegeausbildung die Praxisphasen. Die Zeiten der praktischen Ausbildung verbringst du überwiegend in der ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtung, mit der du den Ausbildungsvertrag abgeschlossen hast. Darüber hinaus sieht die praktische Ausbildung auch vor, dass du einige Abschnitte in weiteren Einrichtungen verbringst, in denen alte Menschen betreut werden. Damit wird sichergestellt, dass du einen Einblick in die vielfältigen Einsatzfeldes in diesem Berufsfeld erhältst.

Zu diesen Einrichtungen gehören:

  • psychiatrische Kliniken mit gerontopsychiatrischer Abteilung oder andere Einrichtungen der gemeindenahen Psychiatrie
  • Allgemeinkrankenhäuser, insbesondere mit geriatrischer Fachabteilung oder geriatrischem Schwerpunkt oder geriatrische Fachkliniken
  • geriatrische Rehabilitationseinrichtungen
  • Einrichtungen der offenen Altenhilfe.

In jeder ausbildenden Pflegeeinrichtung stehen dir qualifizierte PraxisanleiterInnen (das sind Pflegefachkräfte mit einer berufspädagogischen Zusatzqualifikation) als Ansprechpartner zur Verfügung. Ihre Aufgabe ist es, dich während der praktischen Ausbildung anzuleiten, um dich schrittweise an die eigenständige Wahrnehmung der beruflichen Aufgaben heranzuführen und den Kontakt mit der kooperierenden Altenpflegeschule zu halten. Während der praktischen Ausbildungszeit wirst du außerdem von Lehrkräften der Altenpflegeschule begleitet. Im Rahmen von begleitenden Besuchen in der Einrichtung betreuen und beurteilen sie deine Leistungen und beraten den/die Praxisanleiterin.

Die Ausbildung zur/zur AltenpflegerIn schließt du nach den drei Jahren (bzw. vier Jahren in Teilzeit) mit einer staatlichen Prüfung ab, nach deren Bestehen du die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichung „Altenpflegerin" bzw. „Altenpfleger" beim Thüringer Landesverwaltungsamt beantragst. Die Prüfung umfasst einen schriftlichen und mündlichen Teil, die beide in der Altenpflegeschule stattfinden, sowie einen praktischen Teil, den du in der ausbildenden Einrichtung absolvieren musst.

Jürgen
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Jessica
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