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PM: Willkommen in der Pflege: Thüringer Hauptschülerinnen und Hauptschülern wird Berufseinstieg ermöglicht

Hauptschülerinnen und Hauptschüler in Thüringen können jetzt auch direkt in den Pflegeberuf einsteigen. Das Thüringer Pflegehelfergesetz wurde entsprechend geändert. Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege begrüßt die Änderung, nach der nunmehr für die Ausbildung zum/zur Altenpflegehelfer/-in oder Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-in ein Hauptschulabschluss ausreichend ist. „Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt unternommen worden, um die Pflegeberufe für möglichst viele junge Thüringerinnen und Thüringer attraktiv zu machen“, so Hans-Otto Schwiefert, der Landesgeschäftsführer der LIGA.

In Thüringen wird sich die Anzahl der Pflegebedürftigen den Prognosen zufolge zwischen 2012 und 2030 um etwa 32 Prozent erhöhen, gleichzeitig wächst die Zahl der benötigten Fach- und Hilfskräfte im selben Zeitraum um 48 Prozent an. Daraus errechnet sich ein zusätzlicher Bedarf an Pflegekräften bis 2020 von 3540 Personen, der bis zum Jahr 2030 auf 7944 steigt.

Schwiefert: „Der Pflegeberuf ist ein Beruf mit einer sicheren Perspektive und ist mit diesen neuen Regelungen deutlich durchlässiger geworden.“ Außerdem werde so ein verbesserter Zugang qualifizierter ausländischer Fachkräfte zum deutschen Arbeitsmarkt ermöglicht. Denn in vielen anderen Staaten liegt der Zugang zu einer Ausbildung im pflegerischen Bereich unter dem bisher in Thüringen geforderten mittleren Bildungsabschluss. "Damit wird die Konkurrenzposition Thüringens beim Werben um künftige Fachkräfte angeglichen und gestärkt“, so Schwiefert.

Die Ausbildung zur Pflegehilfskraft ist attraktiv. Sie dauert nur ein Jahr und bietet weitere berufliche Perspektiven. Nach dem Abschluss kann eine auf zwei Jahre verkürzte Ausbildung zur Pflegefachkraft absolviert werden. Weitere Aufstiegsmöglichkeiten sind nach fachspezifischen Weiterbildungen möglich. Thüringens Sozialministerin Heike Werner (Linkspartei) hatte nach der Verabschiedung des Gesetzes erklärt: „Wir wollen die Qualität in der Pflege erhalten und stärken. Auch in diesem Sinn ist die Öffnung der Pflegeausbildung für Hauptschülerinnen und Hauptschüler ein wichtiger Schritt.“

PM: Pflegereform-Gesetze erhöhen Bedarf an Pflegekräften weiter - Tausende von Kräften fehlen schon jetzt

Erfurt, 12.05.2016. Die Pflegereform-Gesetze, die im nächsten Jahr in Kraft treten, werden den Bedarf an Pflegekräften in Thüringen weiter erhöhen. Durch den neuen Pflege-bedürftigkeitsbegriff erhalten mehr Personen Leistungsansprüche. Entsprechend wird auch mehr Personal in allen Versorgungsbereichen benötigt. Diese deutlichen Qualitäts-verbesserungen in der Pflege werden allerdings die angespannte Lage beim Pflegepersonal noch weiter verschärfen. Davon geht die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege aus. Schon auf der Basis des Status Quo und ohne die neuen Gesetzesänderungen fehlen in den nächsten Jahren ca. 4500 Pflegekräften in Thüringen.

Und das, obwohl sich der Pflegebereich zu einem regelrechten Jobmotor in Thüringen entwickelt hat. In den vergangenen Jahren sind mehr als 2000 neue sozialversicherungs-pflichtige Arbeitsverhältnisse in diesem Bereich entstanden. Allein zwischen 2013 und Mitte 2015 stieg die Zahl der Beschäftigten um mehr als zehn Prozent von 14.703 auf 16.178, so die Regionalagentur für Arbeit. In Thüringen sind mittlerweile 45.100 Frauen und Männer in der Pflegebranche beschäftigt. Zur Pflegebranche zählt die Regionalagentur Kranken- und Altenpflege, Physio- und Ergotherapie sowie Haus- und Familienpflege.

Der Trend nach oben hält weiter an. Trotz dieses deutlichen Anstiegs an Pflegekräften in den letzten Jahren fehlen in Thüringen nach aktuellen Prognosen aus dem Sozialministerium in den nächsten Jahren Tausende von Pflegekräften. Diese Lücke kann nur durch ein Bündel an Maßnahmen geschlossen werden. Dazu zählen eine weitere Attraktivitätssteigerung des Berufes, eine Erhöhung der Nachfrage in der Ausbildung, eine erhöhte Zahl von Umschulungen in der Altenpflege sowie eine deutlich bessere gesellschaftliche Anerkennung der Pflegeberufe, so die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege.

In den Blick genommen werden müssen dabei neben BerufseinsteigerInnen zunehmend auch potenzielle QuereinsteigerInnen sowie UmschülerInnen. Weitere Qualifikations-anstrengungen sind notwendig, denn die Schere zwischen Fachkäften und HelferInnen öffent sich immer weiter. Bei Pflegefachkräften gibt es oft nicht mal eine(n) BewerberIn pro Stelle, im HelferInnen-Bereich konkurrieren nach Angaben der Arbeitsagentur dagegen fünf Arbeitslose um eine Stelle.

Mit dem Thüringer Pflegepakt und der erfolgreichen Imagekampagne „Pflege braucht Helden“ sind erste wichtige Schritte auf diesem Weg gegangen worden, die jetzt weiter ausgebaut werden müssen. Vor allem ist es nach Einschätzung der LIGA wichtig, die Kommunen stärker in den Pflegepakt einzubinden.

Die Anzahl der Pflegebedürftigen wird sich den Prognosen zufolge zwischen 2012 und 2030 um etwa 32 Prozent erhöhen, gleichzeitig wächst die Zahl der benötigten Fachkräfte im selben Zeitraum um 48 Prozent an. Daraus errechnet sich ein zusätzlicher Bedarf an Pflegekräften bis 2020 von 3540 Personen, der bis zum Jahr 2030 auf 7944 steigt.

Der Pflegebereich ist auch auf die Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland angewiesen. Allerdings ist ein entscheidendes Kriterium die Sprachausbildung der Betroffenen. Eine berufsbegleitende Organisation der Sprachausbildung ist hier allerdings erforderlich.

Zur Steigerung der Attraktivität der Berufsausbildung kann auch die Neuordnung der beruflichen Ausbildung beitragen. Mit der Reform sollen die bislang getrennten Ausbildungen zu Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zusammengelegt werden. Am Ende der Ausbildung steht dann die Pflegefachkraft, die im Altenheim ebenso arbeiten kann wie im Krankenhaus. Dieser Weg entspricht den veränderten Anforderungen in der Pflege. Damit wird die pflegerische Qualifikation den veränderten Versorgungsstrukturen der Pflegebedarfe im Akut- und Langzeitpflegebereich angepasst. Hintergrund für die Reformbestrebungen ist die steigende Zahl chronischer Erkrankungen und die wachsende Zahl demenziell und psychisch erkrankter Menschen in allen pflegerischen Versorgungsstrukturen.

Aus Sicht der Wohlfahrtsverbände müssen begleitend zur Gesetzgebung noch einige Punkte geregelt werden. So benötigen die Schulträger Unterstützung in Fragen des künftigen Managements wie beispielsweise die Übertragung der Verantwortlichkeiten oder künftige Planung von Lehrveranstaltungen. Als eine Schwachstelle könnte sich auch die nicht im Gesetzentwurf geregelte Finanzierung der Investitionskosten der Schulen erweisen. Auch ist eine schärfere Konturierung des neuen Berufsbildes nötig, um die vorhandene Verunsicherung von Pflegeeinrichtungen und Schulträgern zu zerstreuen.

Imagekampagne des Thüringer Pflegepaktes geht mit flotten Sprüchen in die zweite Runde

Gemeinsame Pressekonferenz von Thüringer Sozialministerium und LIGA der Freien Wohlfahrtspflege

Erfurt, 24. September 2015. „Gib‘ mir lieber was Leckeres! Wenn ich groß bin, füttere ich vielleicht Dich.“  Die Aufforderung auf dem Lätzchen ist eindeutig.  Mit flott-frechen Sprüchen wie diesen soll in diesem und nächstem Jahr die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema Pflege gelenkt werden. Denn die Imagekampagne des Thüringer Pflegepaktes „PFLEGE braucht HELDEN“ geht in eine zweite Runde. Mit neuen Werbematerialien  startet die Kampagne, die weit über Thüringen hinaus Aufsehen erregt hatte, noch einmal durch. Thüringens Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner, und der Vorsitzende der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege, Reinhard Müller, stellten die neuen Werbematerialien heute vor.

Die zweite Welle der Kampagne wird auch verstärkt in den ländlichen Regionen Thüringens präsent sein. Darauf haben sich die an der Kampagne beteiligten Partner im Thüringer Pflegepakt verständigt. Die Kampagne setzt auf den bewährten Mix aus Großflächenplakaten und Werbeprodukten, die im Alltag nutzbar sind und die Kampagne damit fortlaufend in den Blick rücken. Dabei konzentriert man sich auf zwei Kernbereiche: Zum einen auf das Thema Berufsorientierung mit Produkten, die „mit einem Augenzwinkern“ auf den Beruf neugierig machen sollen. Und zum anderen auf die gesamtgesellschaftliche Imageaufwertung des Themas Pflege mit Texten, die zum Nachdenken anregen sollen.

„Während sich die Anzahl der Pflegebedürftigen zwischen 2012 und 2030 um etwa 32 Prozent erhöht, wächst die Zahl der benötigten Fachkräfte im selben Zeitraum um 48 Prozent an“, machte LIGA-Vorsitzender Reinhard Müller auf die Brisanz des Themas für die Entwicklung Thüringens aufmerksam.

Arbeits- und Sozialministerin Heike Werner (Linke) wies auf die beiden großen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Fachkräftegewinnung im Pflegebereich hin: „Einerseits gilt es, die positiven Seiten des Pflegeberufs in der öffentlichen Wahrnehmung zur stärken. Professionell zu pflegen ist eine anspruchsvolle Tätigkeit, die unser aller Wertschätzung verdient. Andererseits müssen wir für gute Arbeitsbedingungen in der Pflege sorgen. Dazu gehören etwa Arbeitszeiten, die mit familiären Verpflichtungen gut vereinbart sind und eine Entlohnung, die der gesellschaftlichen Bedeutung der Pflegearbeit entspricht. Die Imagekampagne und der Pflegepakt selbst dienen diesen Zielen. Wir haben schon einiges erreicht, aber wir sind noch nicht am Ziel.“

Die für die zweite Welle der Kampagne  verwendeten Motive knüpfen nahtlos an die flotten Sprüche der ersten Serie an.  Dort warben Pflegerinnen und Pfleger aus Thüringen mit Sätzen wie diesen: „Echte Helden brauchen kein Kostüm, sie zeigen Gesicht.“ In der Weiterentwicklung der Kampagne wird jetzt mit Sätzen wie diesen geworben: „Immer schön gepflegt werden“ oder „Na, du flotter Pfleger.“ Auf einem T-Shirt ist zu lesen: „Lasst mich durch, ich bin Pfleger.“ Auch auf Bierdeckeln und Papptellern, die bei Veranstaltungen verwendet werden können, wird auf das Thema aufmerksam gemacht.

„Wir brauchen genau diese  Aufmerksamkeit für die Pflege, um das Thema noch stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern und für den dringend benötigten Fachkräftenachwuchs zu werben“, unterstrichen Werner und Müller bei der Vorstellung der neuen Werbematerialien.

Internationaler Tag der Pflege am 12. Mai 2015

Sozialministerin Heike Werner und die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege machen sich für weitere Verbesserungen in der Pflege stark

[Erfurt, 10.05.2015] Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (Die LINKE), und Reinhard Müller, der Vorsitzende der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege  haben anlässlich des Internationalen Tags der Pflege am 12. Mai alle Beteiligten dazu aufgerufen, die Verbesserung der Pflegeversorgung weiter voran zu treiben. Die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen des Pflegepaktes soll weiter intensiviert und ausgebaut werden. Dazu werden schon im Juni die Beteiligten über weitere Schritte beraten. Auch die erfolgreiche Imagekampagne „Pflege braucht Helden“ wird in diesem Jahr mit neuen Ideen und Werbemitteln fortgeführt.

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PFLEGE braucht HELDEN – eine Kampagne aus Thüringen, die zeigt was Altenpflege kann

Postkarte druck gruen Alexander.pdf[t.akt 08/2014] Statt über Personalmangel zu lamentieren, geht Thüringen jetzt in die Offensive und wirbt in einer langfristig angelegten Imagekampagne für die Berufe in der Altenpflege. Gesucht wird nach Schulabgängern, aber auch nach jenen, die sich noch einmal ganz neu orientieren wollen. Nach Menschen wie Alexander Kunz (siehe Anzeige). Alexander hat zuvor eine Ausbildung als Industriemechaniker angefangen und sich dann doch für den Beruf des Altenpflegers entschieden. Er ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch Männer im Altenpflegebereich arbeiten können und wollen. Momentan befindet er sich im 1. Ausbildungsjahr zum examinierten Altenpfleger und arbeitet in der vollstationären Pflege. Ein Beruf mit Perspektive für die Zukunft, wie er selbst sagt.

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Partner des Pflegepaktes starten Thüringer Pflegekampagne

[Erfurt 26.05.2014] Am 07.11.2012 wurde der Thüringer Pflegepakt mit dem Ziel unterzeichnet, eine qualitativ hochwertige Pflegeversorgung im Freistaat Thüringen zu sichern, die Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die Vergütung der Pflegeleistungen und die Entlohnung der Mitarbeitenden zu verbessern. Ebenso geht es den Partnern des Pflegepakts um eine Imageverbesserung des Altenpflegeberufes. Unter Federführung der LIGA wurde gemeinsam mit den Partnern des Pflegepaktes ein ebenso ansprechendes wie aussagefähiges Konzept für eine Imagekampagne entwickelt. „Pflege braucht Helden" lautet das Motto der Kampagne, die im Rahmen einer Auftaktveranstaltung am 26. Mai im Deutschordens-Seniorenhaus in Erfurt der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

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Jürgen
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